iPhone — 29 Januar 2012


Ein ehemaliger Fabrikleiter des iPhone-Produzenten Foxconn bringt nun öffentlich Anschuldigungen gegen Cupertino vor, in denen es heißt, dass der Konzern weder an Lebens- noch an Arbeitsbedingungen in den chinesischen interessiert ist. Es ginge nur um günstigere Produktion zu noch besserer Qualität.

Li Mingqui, ein entlassener Foxconn-Manager meldet sich in diesen Tagen anlässlich Apples Zuliefererbericht zu Worte, in dem gewaltige Missstände bei den Lieferern eingeräumt werden (Bericht). Tim Cook erwähnte hierzu, man sein diese Geschäftsgebaren abgeneigt, und an einer Lösung interessiert. Dies ginge aber nicht von heute auf morgen. Genau diese Behauptungen sind es, die der im April 2011 entlassene Fabrikleiter zurückweist.

So behauptet Mingqui, Apple möchte lediglich an maximalen Gewinnen durch immer günstigere Produktionskosten partizipieren, und das bei immer weiter steigenden Qualitätsansprüchen. Die Lebensumstände oder die Arbeitsbedingungen, hätten das Großunternehmen seinen Aussagen zufolge nie interessiert.

Der ehemalige Foxconn-Mitarbeiter selbst, verklagte letztes Jahr nach seiner Entlassung das Unternehmen aufgrund seiner Kündigung. Er leitete in dieser Zeit die tragisch-berühmte Anlage in Chengdu, in der letztes Jahr bei einer Explosion drei Menschen ihr Leben ließen. Der Grund für diesen Unfall war das Aluminiumpulver, das bei der Produktion der MacBooks anfällt und in der Luft verteilt hoch explosiv ist.

Des Weiteren wirft er Apple vor schon seit Jahren von den Umständen der Herstellung zu wissen, ohne einen Kommentar daran verloren zu haben, so lange der Preis stimmt, und nicht erst seit letztem Jahr, wie es in dem Zuliefererbericht vom 16. Januar steht,in dem es heißt, dass Bemühungen  zu Verbesserung angesetzt, und auch regelmäßige Kontrollen von Apple in den Produktionsstätten um 80 Prozent erhöht werden.

Seit diesen Anschuldigungen beginnen nun Spekulationen, Apple sei als erster Riesenkonzern nur aus Imagegründen der FLA (Fair Labor Association – Verband für faire Arbeit) beigetreten. Doch auch Überlegungen, der Ex-Mitarbeiter sei schlichtweg sauer auf seinen ehemaligen Arbeitgeber und deren Kunden kursieren. Beweise gibt es bisher keine. Doch in einem ist man sich einig:
Seit Tim Cook an der Spitze des Unternehmens steht, möchte man zur Freude Aller das Unternehmen transparenter gestalten. In diesem Fall nunmal zum Nachteil von Foxconn.

Quelle: Telekom-Presse / AppleInsider (engl.) / Time (engl.)

Related posts:

  1. Apple-Zulieferer Foxconn steht unter Beobachtung
  2. Große Pläne für Foxconn: Die Produktionen sollen verdoppelt werden
  3. Großauftrag iTV: Foxconn als Favorit

Related Articles

Source / Quelle: feedproxy.google.com

Processing your request, Please wait....

Share

About Author

news-aktuell.eu